
Trommelschlägelfinger ist die medizinische Bezeichnung für die deutlich sichtbare Auftreibung von Fingerendgliedern als Symptom bei bestimmten Erkrankungen, insbesondere Herz- oder Lungenkrankheiten.
Trommelschlägelfinger werden häufig zusammen mit den sog. Uhrglasnägeln und Trommelschlägelzehen beobachtet. Trommelschlägelfinger entstehen durch lokale (in diesem Fall häufig nur einseitig auftretend) oder systemische Hypoxie (Sauerstoffmangel) im Gewebe, sie werden insbesondere bei folgenden Erkrankungen beobachtet:
- Herzfehler mit Rechts-Links-Shunt
- Chronische Lungenerkrankungen
- Fallot-Tetralogie
- Eisenmenger Reaktion
- Mukoviszidose
Diese Krankheiten sind durch eine chronische Hypoxie gekennzeichnet. Geht die Hypoxie im Rahmen der Behandlung (z. B. Operation) zurück, bilden sich auch die Trommelschlägelfinger und die Uhrglasnägel in der Regel wieder zurück. In seltenen Fällen können Trommelschlägelfinger auch vererbt werden.
erstellt am 16.08.2006
Quelle: www.wikipedia.de