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Stottern



Was ist Stottern?


Stottern besteht aus Unterbrechungen des Redeflusses in Form von Blockaden ("------Block"), Wiederholungen von Wortteilen ("k-k-k-kalt") oder Dehnungen ("wwwwarm"). Stottern ist häufig mit übermäßiger Anstrengung beim Sprechen verbunden. Die Anstrengung wird in auffälligen Verkrampfungen der Gesichtsmuskulatur oder in zusätzlichen Bewegungen von Kopf, Arm oder Oberkörper sichtbar.


Im Moment des Stotterns weiß der Stotternde genau, was er sagen möchte, ist aber nicht in der Lage, es störungsfrei herauszubringen. Er verliert die Kontrolle über seinen Sprechapparat.


Keine zwei Menschen stottern auf dieselbe Art und Weise. Die Schwere des Stotterns kann bei einer einzelnen Person je nach Situation, Wörtern, Gefühlslage oder körperlicher Verfassung stark schwanken.

Was ist die Ursache des Stotterns?


Erklärungen von Laien, wie z. B. die Kinder denken schneller als sie sprechen, sie haben einen stotternden Menschen nachgeahmt, sie sind besonders nervös, sie wollen Aufmerksamkeit erzielen oder sie haben einfach eine träge Zunge, treffen nicht zu.


Die meisten stotternden Menschen haben vermutlich eine Veranlagung zum Stottern. Stottern entsteht in einer Zeit, in der sich das Kind körperlich, geistig, emotional und sprachlich am schnellsten entwickelt. Wieso und auf welche Weise es dabei bei einigen Kindern zum Auftreten von Stottern kommt, ist bis heute unbekannt. Viele Einflüsse aus dem körperlichen, dem psychischen, dem sprachlichen und dem sozialen Bereich können bei der Entstehung eine Rolle spielen.
In der weiteren Entwicklung des Stotterns wächst die Anstrengung beim Sprechen und das Kind versucht, Stottern zu vermeiden. Es können negative Gefühle und Einstellungen gegenüber dem Sprechen entstehen. Teufelskreise aus Angst und Vermeidung sowie aus Anstrengung und Frustration erhalten dann das Stottern aufrecht oder verstärken es noch. Das Stottern automatisiert sich zunehmend und kann umso schwerer wieder verändert werden, je länger es andauert.


Welche Stottertherapien sind seriös?


Seriöse Therapieangebote für Erwachsene unterscheiden sich von unseriösen Angeboten darin, dass
•    keine Heilung versprochen wird,
•    sie über eine ausreichende Dauer verfügen,
•    Übungen außerhalb des Therapieraumes stattfinden,
•    Wert auf den Transfer des Erlernten in den Alltag des Patienten gelegt wird,
•    ein Nachsorgeprogramm über einen langen Zeitraum angeboten wird und
•    ein Programm für Rückfälle vorgesehen ist.


Quelle: http://www.bvss.de
FAQ - Was Sie schon immer über Stottern wissen wollten, Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe e.V., zusammengestellt von Dr. Ulrich Natke
Vom: 26.09.2008




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Querverweise:

Aphasie
Dysarthrie
Dyslalien
Landau-Kleffner-Syndrom
Sprachbehinderungen
Poltern
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