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Rotavirusinfektion



Rotaviren oder Rota-Viren gehören zur Familie der Reoviridae. Sie wurden 1973 in Dünndarmbiopsien von erkrankten Kindern entdeckt. Rotaviren sind die häufigste Ursache für schwere Durchfallerkrankungen.


Rotaviren sind auch im Tierreich weit verbreitet. Die Infektion mit Rotaviren erfolgt meist klassisch fäkal-oral. Kontaminierte Lebensmittel oder in einigen Ländern kontaminiertes Trinkwasser spielen eine Rolle.

Nach einer Inkubationszeit von 1-3 Tagen treten die klinischen Symptome häufig Erbrechen, gefolgt von hohem Fieber und Diarrhöe auf. Bei schweren Krankheitsverläufen kann der Durchfall zur Austrocknung durch Abnahme des Körperwassers (Exsikkose) führen, die ohne Gegenmaßnahmen innerhalb weniger Stunden zum Tod führen kann. Die übliche Erkrankungdauer kann 6 bis 8 Tage betragen.


Der Nachweis von Rotaviren erfolgt aus dem Stuhl. Die schwersten Krankheitsverläufe sind in der Altersgruppe zwischen 6 Monaten und 2 Jahren zu finden. In den gemäßigten Klimazonen sind Rotavirusinfektionen während der Wintermonate zu beobachten. Die Ursache hierfür ist nicht bekannt.

Außer bei Kindern sind schwere Erkrankungen durch Rotavirusinfektion bei älteren Menschen oder Personen mit Immunschwäche zu verzeichnen.


Als Prophylaxemaßnahme dient die Einhaltung allgemeiner Hygienestandards. Eine spezielle Therapie existiert nicht. Es ist allerdings auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (ggf. Elektrolytlösung) zu achten. Ein Impfstoff gegen Rotaviren wurde aufgrund von Nebenwirkungen wieder vom Markt genommen.



erstellt am 12.10.2005

Quelle: www.wikipedia.de




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Querverweise:

Cholera



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