
Unter Palliativmedizin versteht man die medizinische Behandlung von Patienten, die an einer nicht heilbaren Krankheit oder einer Fehlbildung leiden.
Angestrebt wird eine möglichst hohe Lebensqualität des Patienten. Daher steht die Linderung der Symptome im Vordergrund der Palliativmedizin.
Neben den körperlichen Symptomen werden psychosoziale und spirituelle Aspekte berücksichtigt, z.B. indem Gespräche über Erkrankung, Sterben und Tod angeboten werden oder die notwendige Unterstützung für die weitere Versorgung in der eigenen Wohnung organisiert werden. Häufig wird allerdings der Begriff Palliativmedizin für die Behandlung von Sterbenden verwendet.
Die Palliativmedizin hat sich in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts aus der Hospiz-Idee entwickelt und ist die Verwirklichung dieser Hospiz-Idee in der Krankenhauspraxis. Hier arbeiten Ärzte, Pflegende, Psychologen, Seelsorger und Ehrenamtliche eng zusammen, um den Patienten in der letzten Lebensphase ein weitgehend selbstständiges, selbstbestimmtes und beschwerdefreies Leben zu ermöglichen. Bei der Behandlung wird meist sehr auf das Einbeziehen der Angehörigen geachtet. Diese werden häufig auch noch nach dem Tod der Patienten weiterbegleitet. Niedergelassene Ärzte erkennen zunehmend, dass die Grundsätze der Palliativmedizin auch in der häuslichen Umgebung des Patienten angewandt werden können und müssen.
erstellt am 11.10.2005
Quelle: www.wikipedia.de