
Gerontologie (gr. γέρων géron „Greis“, λόγος lógos „Lehre“), in Deutschland auch Alters- und Alternswissenschaft, ist die Wissenschaft vom Altern.
Sie untersucht die mit dem Älterwerden und Altsein verbundenen Phänomene, Probleme und Ressourcen interdisziplinär und bezieht ihre Quellen aus verschiedenen Natur-, Human-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Die Definition, die Paul B. Baltes und Margret Maria Baltes (1992, S. 8) geben, lautet: „Gerontologie beschäftigt sich mit der Beschreibung, Erklärung und Modifikation von körperlichen, psychischen, sozialen, historischen und kulturellen Aspekten des Alterns und Alters, einschließlich der Analyse von alternsrelevanten und alternskonstituierenden Umwelten und sozialen Umwelten.“ Vor allem die aktuellen Probleme alter Menschen und der Sozialpolitik prägten die Forschungsfragen der Gerontologie. Sie wird in der Regel methodisch interdisziplinär verfolgt, da das Altern ein natürlicher Prozess mit vielfältigen Auswirkungen ist. In Österreich ist Gerontologie Bestandteil der Berufsausbildung in einigen Pflegeberufen; in Deutschland z. B. in der Altenpflege-Ausbildung ein dreistündiges Pflichtfach.
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vom 21.11.2011