
Ein Augenlid (lat. Palpebra, griech. Blepharon) ist eine dünne, aus Muskeln, Drüsen, Bindegewebe und Haut bestehende Falte, welche die vordere Begrenzung der Augenhöhle (Orbita) bildet. Es gibt ein Ober- und ein Unterlid, die Öffnung zwischen beiden wird Lidspalte genannt. Die schläfen- und nasenseitige Stelle, an denen beide sowohl in geöffnetem, als auch geschlossenem Zustand zusammentreffen, wird als Lidwinkel bezeichnet, die Linie zwischen beiden Lidwinkeln als Lidachse.
Allgemein dienen die Augenlider dem Schutz und der Feuchthaltung des Auges und können dieses vollständig bedecken. Dadurch halten sie äußere Einwirkungen vom Auge ab und seine empfindlichen Vorderabschnitte mit Hilfe von Tränenflüssigkeit sauber und feucht. Aufbau und Struktur können sich je nach Tierart unterscheiden, wobei nicht alle Arten über Augenlider verfügen. Das je nach Spezies unterschiedlich ausgebildete „dritte Augenlid“ wird als Nickhaut bezeichnet.
Einige Muskeln, die für die Bewegung der Lider zuständig sind, gehören zur Gruppe der mimischen Gesichtsmuskulatur und unterstreichen damit die wichtige Rolle der Augenlider bei der Bildung des Gesichtsausdrucks und der Mimik.
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vom 13.03.2012