
Die Agonie bezeichnet einen länger andauernden Todeskampf, die Reihe von Erscheinungen, welche, das allmähliche Erlöschen der Nerventätigkeit anzeigend, dem Eintritt des Todes unmittelbar vorhergehen.
Das sind unter anderem Unruhe, Beklemmung, Krämpfe, Irrereden, Flockenlesen (Krozidismus = zitteriges Herumfingern in der Luft oder über der Bettdecke), sodann schnarchender oder röchelnder Atem bzw. "Schnappatmung", kein fühlbarer Puls mehr, was dem Erkalten der Extremitäten folgt.
Die Erscheinungen der Agonie gestalten sich unterschiedlich und können sich von wenigen Minuten bis hin zu mehreren Stunden erstrecken. Die möglichst genaue Abklärung und Einordnung der Todeszeichen und die Abgrenzung von z. B. vitalen gegenüber postmortalen Wunden kann in der Rechtsmedizin wichtige Hinweise auf die Dauer der Agoniephase Verstorbener und damit auf die Sterbephase an sich liefern.
Der Todeskampf kann lethargisch-kraftlos (defensiv) oder aggressiv sein. Im letztgenannten Fall können Menschen übermenschliche Kräfte entwickeln.
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vom 25.01.2006