
Ein Abszess ist eine Eiteransammlung durch Gewebseinschmelzung.
Abszesse können ohne offenbare äußere Ursache auftreten, aber sie können auch Folge einer Operation, einer Spritze, eines Fremdkörpers oder durch eine Abwehrschwäche des Betroffenen begünstigt sein.
Die Mehrzahl der Abszesse wird durch eine Infektion mit Bakterien hervorgerufen. Es gibt aber auch sterile Abszesse, aus deren Eiter sich kein Erreger isolieren lässt.
Die oberflächlichen Abszesse zeigen eine typische Entzündungsreaktion in der Umgebung. Es gibt selten aber auch kalte Abszesse ohne eine solche, typisch bei Tuberkulose. Um einen Abszess baut der Körper einen Schutzwall aus Granulationsgewebe auf, die so genannte Abszessmembran. In diesem Randwall konzentriert der Körper Abwehrzellen. Da im Blut befindliche Antibiotika durch diese Membran nicht in ausreichender Konzentration in die Abszesshöhle eindringen, kann eine alleinige Antibiose (Behandlung mit Antibiotika) keine Therapie sein.
Wird ein Abszess nicht ausreichend behandelt, kann er sich durch die Haut fistelnd entleeren, in Körperhöhlen oder Hohlorgane einbrechen oder über die Blutbahn streuen (Hirnabszess) und im schlimmsten Fall über eine Sepsis (Blutvergiftung) zum Tode des Betroffenen führen.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Abszess aus der freien Enzyklopädie Wikipedia
und steht unter der GNU – Lizenz für frei Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
vom 25.06.2009